Wahrnehmung von Leistungsschutzrechten GmbH
FAQ
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FAQ

Was ist ein Label und wozu brauche ich es?
Das Label ist die Marke des Tonträgerherstellers, unter der er Musikaufnahmen veröffentlicht und unter der die Rundfunksender den Sendeeinsatz von Musikaufnahmen an die LSG melden. Ein Label wird benötigt, um Sendeeinsätze korrekt zuordnen und eine möglichst genaue Abrechnung durchführen zu können.

Ist durch die Registrierung bei der LSG mein Labelname geschützt?
Nein, die LSG überprüft nur die in Österreich und Deutschland registrierten Labels, damit es zu keinen Doppelgleisigkeiten oder Verwechslungen kommt. Geschützt kann ein Labelnamen nur durch Eintragung als Marke in das beim Patentamt geführte Markenregister werden.

Welche Sendeeinsätze erfasst die LSG?
Die LSG erfasst die Sendeeinsätze der Radio- und Fernsehprogramme des ORF sowie aller größeren österreichischen kommerziellen Rundfunkveranstalter. Insgesamt werden die Sendemeldungen von knapp 30 Radio- und Fernsehsendern erfasst.

Auf welcher Basis werden Sendeeinsätze abgerechnet?
Die LSG erhält von den Rundfunkveranstaltern Sendemeldungen. Jeder Sendeeinsatz wird in einer speziellen Verteilungssoftware IT-gestützt verarbeitet und den bei der LSG registrierten Labels zugeordnet. Beginnend mit dem Jahr 2019 erfolgt eine schrittweise Umstellung von der Label-bezogenen auf eine Einzeltitel-bezogenen Verteilung.

Welchen Betrag bekomme ich pro Sendeminute?
Die Minutenwerte sind je nach Sender unterschiedlich, weil auch die Vergütungszahlungen der Sender an die LSG unterschiedlich hoch sind. Der Minutenwert differiert daher von Jahr zu Jahr, abhängig von den erzielten Einnahmen. Erhält die LSG für mehrere Programme eine pauschale Vergütung (zB. ORF), dann werden die Programme entsprechend gewichtet. Grundprinzip: Je höher die Reichweite, desto höher ist auch der Minutenwert.

Wann kann ich mit der Ausschüttung von Sendelizenzen rechnen.
Das neue Verwertungsgesellschaftengesetz 2016 sieht vor, dass die jährliche Hauptverteilung bis spätestens Ende September (bezogen auf die Einnahmen des vergangenen Jahres) zu erfolgen hat.

Welche laufenden Kosten habe ich durch die Registrierung eines Labels bei der LSG?
Neben der einmaligen Registrierungsgebühr bei Abschluss des Wahrnehmungsvertrags fallen keine laufenden Fixkosten an. Wenn es zu einer Ausschüttung an den Bezugsberechtigten kommt, dann nimmt die LSG-Produzentenverrechnung bei der Abrechnung einen Verwaltungskostenabzug vor, der - abhängig von den Einnahmen und Aufwendungen des betreffenden Jahres - regelmäßig zwischen 10% und 15% liegt.

Wenn ich nachträglich noch ein weiteres Label anmelden möchte, ist dann der Abschluss eines neuen Wahrnehmungsvertrages und die neuerliche Bezahlung der Registrierungsgebühr erforderlich?
Nein, zusätzliche Labels können jederzeit mit dem "Label-Formblatt" angemeldet werden. Es ist kein neuer Wahrnehmungsvertrag notwendig. Die Registrierungsgebühr fällt nur einmal an, und zwar bei Abschluss des Wahrnehmungsvertrags.

Kann ein bei der LSG registrierter Bezugsberechtigter sein Label an mich übertragen bzw. wie kann dieser übertrag abgewickelt werden?
Ja, das ist möglich. Wenn Sie selbst bereits registrierter Bezugsberechtigter der LSG sind, erfolgt die Label-übertragung ganz einfach durch das Ausfüllen des „Label-Formblattes“, auf dem Ihnen der bisherige Labelinhaber die übertragung bestätigt. Sind Sie selbst noch nicht Bezugsberechtigter der LSG, kann die übertragung erst nach Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages mit der LSG erfolgen.

Was ist ein ISRC-Code?
Der ISRC (International Standard Recording Code) ist ein digitaler Code, der in den auf einer CD enthaltenen Daten oder auf einem Musikfile gespeichert ist. Diese Codierung dient der eindeutigen Identifizierung einer Musikaufnahme und wird bei der Abrechnung digitaler Musiknutzungen oder Verkäufe verwendet. Zukünftig soll der ISRC auch mehr und mehr bei der Abrechnung der LSG-Vergütungen herangezogen werden.

Wie komme ich zu einem ISRC-Code?
Diesen Code vergibt die LSG-Produzentenverrechnung automatisch an jeden neuen Bezugsberechtigten, wobei wir es unseren Vertragspartnern überlassen, ob sie bereits codieren oder nicht. Wir empfehlen jedenfalls die Verwendung des ISRC.

Was ist ein LC-Code und wofür benötigt man ihn?
Der LC-Code (Label-Code) ist eine fünfstellige Zahl und dient der Identifizierung eines Labels. Dieser Code wird von der GVL in Deutschland vergeben und dient der Erfassung und Verrechnung von Sendeeinsätzen in deutschen Sendern. Für Österreich ist der LCCode nicht erforderlich.

Wie komme ich zu einem LC-Code?
Diesen Code vergibt die GVL Gesellschaft von Leistungsschutzrechten GmbH, D-14195 Berlin, Podbielskiallee 64. Die erforderlichen Unterlagen können direkt bei der GVL angefordert werden (www.gvl.de). Da die GVL strengere Aufnahmekriterien vorsieht, kann es sich empfehlen, in Deutschland mit einem Partner, der bereits GVL-Mitglied ist, zusammenzuarbeiten.

Wo bekomme ich den EAN-Code?
Bei Fragen rund um das Thema Strichcodes, Artikelnummern (GTIN, vormals EAN Codes), besuchen Sie die Seite www.gs1.at oder wenden Sie sich an das Kundenservice von GS1 Austria. GS1 Austria ist eine 100 % Tochter der WKO und alleiniger österreichischer Vertreter des GS1 Systems und somit einzige Vergabestelle von GTINs (vorm. EAN Codes) in Österreich. https://www.wko.at/branchen/handel/EAN_Code.html
E: kundenservice@gs1.at
T: +43 (0) 1 50 58 601 131 oder +43 (0) 1 50 58 601 161